2024BikepackingGGAR3Uncategorized

GGAR3 – Die Strategie in unserem ersten unsupported Bikepacking race

Unsupported Bikepacking races sind gerade in aller Munde, super populär, angesagt und hipster. Überall schiessen sie wie Pilze aus dem Boden. Erinnerungen werden wach an Zeiten als uns das Surfvirus oder das Triathlonvirus angesteckt hatte. Uns hat es letztes Jahr auch erwischt. 

Eigentlich sollte unser erstes unsupported Bikepacking race das NorthCape4000 letztes Jahr sein, aber meine Bandscheibe hatte andere Pläne. Nun wird es der GranGuanche auf den Kanarischen Inseln.

Wie im letzten Blog geschrieben fahren Birgit und ich beim GranGuanche GGAR3 getrennt. Es gibt auch keine Paar- oder Teamwertung.

Nun zu unseren Strategien, wie geschrieben hat Birgit den 5 Tages- und ich den 3 Tages-Audax angemeldet.

Was wir gemeinsam haben: 

wir wollen unbedingt ankommen 😅 und haben vor sehr zurückhaltend zu starten. Es geht für uns nicht in erster Linie darum möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Insbesondere weil wir ein solches für uns unbekanntes Rennformat zum ersten Mal in Angriff nehmen. Die Besonderheit des GGAR3 sind die Fähren, die man möglichst just in time erwischen sollte um nicht unnötig am Hafen herumzustehen. D.h. jede Strategie ist auf die Abfahrtszeit einer Fähre ausgerichtet. Der Start ist im Norden von Lanzarote in Orzola.

Was unsere Strategien unterscheidet:

Da ich mir nur 3 Tage für die Strecke vorgenommen habe, ist natürlich die tägliche Streckenlänge eine andere als bei Birgit. Im Unterschied zu den Jungs und Mädels, die das Ding in nur zwei Tagen eintüten wollen, hab ich insbesondere am Anfang Zeit. Da die letzte Fähre von Fuerteventura in Morro Jable um 18:00 fährt und dazwischen rund 250km, 3900hm und eine Fähre liegen, ist diese für mich unerreichbar. Daher habe ich vor möglichst kräftesparend Morro Jable zu erreichen und dort im Hotel zu übernachten. Dirse dürfen jedoch erst nach dem Start des Rennens gebucht werden. Ich vermute, dass viele der Teilnehmer eine ähnliche Strategie verfolgen werden, aber das werden wir ja sehen.

Am nächsten Tag geht die erste Fähre leider erst um 8:00 und kommt um 10:00 in Gran Canaria an. In GC gilt es 143km und 3600 hm von Las Palmas nach Agaete zu überwinden. Um die 18:00 Fähre nach Santa Cruz de Tenerife zu erreichen kann ich mir keine Pausen erlauben. Trinkflaschen auffüllen ist natürlich unvermeidbar. Notfalls gäbe es noch eine Fähre um 20:00.

Teneriffa ist mit 154km und 4000HM die schwierigste Insel. Um den GGAR3 in 3 Tagen zu schaffen muss ich daher noch weiterfahren, da mir die Kombi aus Teneriffa und La Gomera an einem Tag zu schwierig erscheint.

D.h. ich plane von Santa Cruz noch wenigstens über das Anaga-Gebirge nach La Laguna zu fahren. Das sind dann weitere 1000hm auf 30km bei Dunkelheit. 

Am nächsten Morgen möchte ich früh aufstehen und dann die restlichen 120km und 3000hm auf Teneriffa in Angriff nehmen und möglichst die Fähre um 14:30 nach La Gomera erwischen und dann noch die letzten 100km und 3000HM runterreissen. 

Ob das so aufgeht werden wir sehen. Notfalls übernachte ich nochmal in La Gomera, dann sind es eben 4 Tage. Who cares 😉

Birgit verfolgt grob gesagt die Strategie eine Insel pro Tag.